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Malzextrakt



Malzextraktmischung – für Leute, die ein individuelles Bier möchten.

Hobbybrauer greifen zumeist auf die Bierkitmethode zurück. Profibrauer hingegen greifen zu Malzextraktmischungen. Diese Mischungen bestehen aus Malzextrakt in Pulverform, Hopfen und einem Hefepäckchen. Mit ihnen können bis zu zehn Liter Bier gebraut werden.

Der Vorteil gegenüber professionellem Brauen besteht darin, dass das aufwendige Verfahren der Maischung nicht durchgeführt werden muss. Lediglich das Abkochen des Hopfens ist notwendig. Anschließend müssen nur Gärung und Reifung abgewartet werden, bis das selbstgebraute Bier genossen werden kann.

Malzextraktmischungen oder Braupackungen werden von Braumeistern sorgfältig zusammengestellt. Durch verschiedene Malzsorten, Trockenmalz, Flocken und andere Zutaten wird es dir möglich, hinsichtlich der Zusammensetzung deines Bieres zu experimentieren und den perfekten Geschmack zu finden.

Bier brauen mit einer Malzextraktmischung.

Das Brauen mit einer Malzextraktmischung ist anspruchsvoller als mit einem Bierkit. Wenn Du allerdings bereits ein wenig Erfahrung gesammelt hast, wird diese Herausforderung kein Problem für Dich sein.

Zunächst muss das Malz aus der Malzextraktmischung in Wasser aufgelöst werden. Danach wird die Würze bis zum Siedepunkt erwärmt, ehe der Hopfen hinzugegeben wird. Durch regelmäßiges Umrühren erreicht die Mischung einen ausgewogenen Geschmack.

Anschließend wird die Würze aus der Malzextraktmischung zum Kochen gebracht, wodurch sie steril wird und die Isomerisation der Alphasäuren des Hopfens einsetzen kann. Nachdem sich die Eiweiße abgesetzt haben, entfernst du den Hopfen aus der heißen Bierwürze.

Brauen mit Malzextraktmischungen – die Abkühlung.

Es ist also nicht schwer, mit Malzextraktmischungen zu brauen. Dennoch solltest du einige Dinge beachten, um den Erfolg deines Brauvorhabens nicht zu gefährden. Besonders wichtig ist der Abkühlprozess, den du in keinem Falle vernachlässigen solltest.

Während des Abkühlprozesses sinkt die Temperatur der Malzmischung in den Bereich zwischen 15 °C und 40 °C. In diesem Temperaturbereich vermehren sich Keime besonders schnell. Du musst also darauf achten, saubere Gerätschaften zu verwenden, um die Infektionsgefahr einzudämmen.

Benutzt du ein Würzkühlgerät, solltest Du die Spirale bereits während des Kochens in der Würze platzieren, um sie zu desinfizieren. Letztendlich sollte die Würze eine Temperatur zwischen 25 °C und 28 °C erreichen.

Hefe zur Malzextraktmischung zugeben.

Nachdem die Würze abgekühlt ist, wirst du bemerken, dass das in der Würze befindliche Eiweiß abgesunken ist. Achte beim Abschöpfen der Bierwürze darauf, so wenig Eiweiß wie möglich mitzunehmen.

Nach der Dichtemessung kannst du die Hefe zu deiner Bierwürze aus der Malzextraktmischung geben. Rühre gut um und verschließe dein Fass sorgsam. Die Gärung sollte innerhalb weniger Stunden beginnen-

Eine zweite Dichtemessung sollte nach zehn Tagen vorgenommen werden. Anhand der Differenz der beiden gemessenen Dichten kannst du den ungefähren Alkoholgehalt deines Bieres bestimmen. Hierzu benötigst du eine Umrechnungstabelle. Ist der gewünschte Alkoholgehalt erreicht, füllst du dein Bier in Flaschen ab und versetzt es für die Nachgärung mit Zucker. Nach sechs bis acht Wochen kannst du dein Bier endlich genießen!